Berliner Schüler-Schach-Meisterschaft 2009

Von links nach rechts: Kilian Krensel, Alexander Hübner, Janis Bürgel, Maximilian Bader

Vier hartgesottene Jungs waren dabei, als wir uns am Morgen des 26. Juni in Richtung Charlottenburg auf den Weg machten: Hin zur Berliner Schüler-Schach-Meisterschaft 2009. Berlin? Ja richtig, wir spielten außer Konkurrenz mit, denn das durften wir, um Praxis zu bekommen und uns für die Brandenburger Aufgaben im kommenden Schuljahr fit zu machen.

Die Schülermeisterschaften sind ein ideales Trainingsfeld, weil dabei keine Jugendlichen mitspielen dürfen, die in einem Verein gemeldet sind. Also genau das richtige für uns.

Was soll ich sagen? Es sträubten sich mir die Haare bei Zuschauen, und zwar aus folgendem Grund: In Spielanlage und theoretischem Wissen ist bei unseren Spieler eindeutig eine gute Basis vorhanden. So konnte man viele solide Spielanlagen beobachten, oft wurden ordentliche Stellungen herausgeholt. Aber dann fehlte die Abgezocktheit, unter Turnierbedingungen bei knapper Bedenkzeit (15' pro Spieler und Partie) den Sack auch zuzumachen. Oder es fehlte die Bedächtigkeit, genau in die Stellungen zu schauen und den errungenen Vorteil sauber zu verwerten.

Janis Bürgel zum Beispiel hätte den dritten Platz erreicht, wenn er das Turmendspiel der letzten Runde gewonnen hätte, was möglich war, anstatt sich ganz raffiniert matt setzen zu lassen.

Am Schluss standen durchaus beachtliche Plätze im Mittelfeld in der Tabelle, und Turniererfahrung haben alle gewonnen.

H. Riedel, 6/2009 · zurück