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Kant-Schülerinnen erfolgreich im Landesfinale der Deutsch-Olympiade

Backstage

Wenn man an einem ganz normalen Montagvormittag 32 Jugendlichen voller Energie und  Enthusiasmus begegnet, muss es sich um einen ganz besonderen Tag handeln. Wenn sich diese 15-Jährigen - begleitet von ihren ebenso begeisterten Klassenkameraden - dann auch noch in einem Theater befinden, kann es sich nur um einen kulturellen Höhepunkt der besonderen Art handeln.

Und so war es auch! Am Montag, den 30. März 2009 fand das Landesfinale der Deutsch-Olympiade im Hans-Otto-Theater in Potsdam statt. Die acht besten Schulmannschaften aus Brandenburg  waren angetreten, nachdem sie ihre Fähigkeiten im Laufe des Schuljahres in mehreren Wettbewerben bewiesen hatten. Auch das Team der Gesamtschule "Immanuel Kant" aus Falkensee war im Schulfinale und in der Landesqualifikation so erfolgreich, dass die Schülerinnen Jasmin Bode, Jen Lewin, Nina Göller und Anna Abramowa nun auf der großen Bühne standen. Gekleidet in himmelblaue T-Shirts, trafen sie in  der Kategorie "Mittlerer Schulabschluss" auf Jungen und Mädchen aus Eberswalde, Ketzin und Potsdam.

Die erste Herausforderung bestand darin, unbekannte Begriffe so genau zu erklären, dass sie von einem Gruppenmitglied erraten werden konnten. Da waren Genauigkeit im sprachlichen  Ausdruck und Konzentration gefragt. Denn  natürlich durfte nicht wiederholt werden, was bereits gesagt wurde. Wie zuvor unzählige Male trainiert, erklärten drei Kant-Mädchen die vorgegebenen Begriffe und Nina erriet (manchmal mit ungläubigem Stirnenrunzeln), was gemeint war. Wenn sie dann statt des geforderten  Begriffs "Ameisenhaufen" das geschliffenere "Ameisenhügel" favorisierte, zeigt das, welche hohen Ansprüche das Falkenseer Team an sich selbst stellte.

Erzählen

Im zweiten Wettbewerbsteil musste jede Gruppe eine Geschichte erzählen, wobei der erste und letzte Satz vorgegeben war. Wer schon einmal in kurzer Zeit eine schlüssige Geschichte erfinden musste, der weiß, dass zwei Minuten Vorbereitungszeit nur den Talentiertesten ausreichen können. Da die Teilnehmerinnen aus Falkensee aus einer waldreichen Gegend stammen, ersannen sie eine abenteuerliche Geschichte mit Förstern, Wildschweinen und vielerlei Verwechslungen. Die Jury schien von dieser Story weniger verwirrt zu sein und nominierte das marKANTe Team für die Endrunde.

Umschreiben

Beim "Darstellen" inszenierten die Mädchen eine Musikstunde, in der sie ihre Lehrerin mit Gesängen aus  dem "Tanz der Vampire" völlig durcheinander brachten. Auch dieser Beitrag wurde mit Beifall und lauten Kant-Rufen aus dem Publikum belohnt. Auch die mitgereisten Lehrerinnen lösten sich aus ihrer Angespanntheit und applaudierten laut, als die Moderatorin den zweiten Platz für die Kant-Schule verkündete und die Silbermedaillen verteilte. Dass es auch noch 150 Euro für die Klassenkasse gab, machte den Tag im Hans-Otto-Theater für die 9c komplett.

Und am Ende stellt sich dann die Frage, ob "Kant" nicht vielleicht doch von "Können" kommt. Nun, das besprechen wir in der nächsten Deutschstunde.   

Kristin Mundel
(Projektlehrerin)

Die Siegerinnen

Unsere Siegerinnen! Von links nach rechts Jasmin Bode, Anna Abramowa, Nina Göller und Jen Lewin. Herzlichen Glückwunsch, sogar auch vom Leiter des Staatlichen Schulamts. Glaubt ihr nicht? Schaut nach!!