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Melanie Kotulla
Morgen (2009)

Die dunkle Nacht verging / der helle Morgen scheint
Die Sonne strahlt im Glanz / die Vögel ziehn Bilanz
Das grüne Bäumchen winkt / denn morgen beginnt der Tanz.
Die Einsamkeit / sieh wie das Leben uns vereint!

Oh, mein höchster liebster Gott / würdest du von mir getrennt
Das Leben kommt mir vor / wie eine Achterbahn
Hoch und tief / der fast sinkende, stinkende Kahn.
Lebtest da / wo man die ewige Sonne kaum kennt.

Dies macht das Leben zum seligen, Himmelsreich,
Durch Zanken wird es der finsteren Hölle gleich.
Du / sei vor und neben / doch nicht hinter mir!

Lass Gott dich bringen / wird jede Seele wachen
Und wenn die letzte Nacht / wird mit mir Morgen machen.
So reiß mich aus dem Schlaf / komm ich als Gott zu Dir!

 

 

Mirko Reschke
Morgengrauen

Der Morgen ist nun da / die Dunkelheit verzeiht.
Die Sonne erscheint jetzt / hoch am Horizont
Ein schöner Tag bricht an / das Leben tritt hervor.
Kostbar ist jetzt die Zeit / bis das helle Licht entflieht.

Nun beginnt das Leben / nun kann er hoffen
Der Mensch der Stunde / Das die viele Zeit erreicht
Das Leben zu nutzen / und die Hoffnung nicht weicht.
Denn im Leben stehen / alle Türen offen.

Nicht zu verzagen auf / den so langen Wegen
Das ist des Menschen Kunst / nun dies zu pflegen
Muss er sich bemühen / diese Kraft zu erhalten.

Das Leben liegt nur / in des Menschen Händen
Er kann zwar jetzt beten / doch er wird es nicht wenden
Denn nur er kann / über sein Leben walten.

 

 

 

 

Fabian Avianus
Morgen

Die Vögel sie singen / den Morgen sie bringen
Erweckt durch zarten Duft / Alles ist voll Genuss
Die Blumen sie blühen / klares Wasser im Fluss
Die Natur ist kräftig / wird’s Dunkel bezwingen

Die Hoffnung kommt zurück / das Licht zeigt seinen Glanz
Jener goldene Schein / er besiegt die Schatten
Erschienen die Hasen / vertrieben die Ratten
Umhüllt Herz und Bäume / Versorgt jede Pflanze

Wolken sind durchdrungen / Hervor kommt allerlei
Mauern sind zerbrochen / der Weg ist wieder frei
Die Stimmen sie rufen / verdrängen die Sorgen

Verbannt wurde die Nacht / das Leben ist erwacht
Von den Träumen befreit / durch die Natur bewacht
Vertraue deiner selbst / und genieß’ den Morgen

Eric Wicher
Trauer

Alles ist nie ewig / in mir ist die Trauer
Der Schmerz steigt in mir hoch / genau wie er empor
Die ganzen Gefühle / kommen in mir hervor
wenn ich an ihn denke / steigt in mir der Schauer

Er war ein netter Mensch / allen gab er viel Kraft
Ihm war Vieles wichtig / die Nächsten ihm viel mehr
durch ihm war man glücklich / Freude gab er oft her
Ich denke an ihn oft / Er hat Vieles geschafft

Er lebte sein Leben / und er genoss es sehr
Das Ende war sehr nah / die Krankheit war sehr schwer
Doch er war ein Kämpfer / und nahm es wie es war

Die Krankheit schwächte ihn / und man war voller Schmerz
kaum lernte ich ihn kenn’ / schloss ich ihn in mein Herz
Ich kannt’ ihn nicht sehr lang / doch war er mir sehr nah.

 

 

Grundkurs Deutsch 12, Juni 2009