Hin! - Preis! - Und weg!

23.09.2009, Bochum. Pädagogiklehrertag. Nadja Sangerhausen erhält den 1. Preis beim Schülerwettbewerb des Verbandes der Pädagogiklehrer/innen ("Texte zur Institution Schule - Schulgeschichten").

Die Reise begann wie ein ganz normaler Mittwochmorgen um 6:36 Uhr am Bahnhof Falkensee. Um 10:23 Uhr wollte man in Bochum sein. Nach einem geplanten Mittagessen mit dem Eckehardt Knöpfel, dem Geschäftsführer des Pädagogik-Lehrerverbandes, sollte Nadja Sangerhausen um 14 Uhr ihren Preis in der Kategorie "Literarische Texte" vor rund 900 Lehrern, Lehrerinnen, Wissenschaftlern und anderen hochwichtigen Hochkopferten in Empfang nehmen.

Doch es kam alles anders. In Minden war erst einmal Schluss, die Oberleitung kaputt und nichts ging mehr, keiner wusste Bescheid, keine Ersatzbusse, keine Taxis - nichts! Die Zugmenschen mit den roten Mützen entschuldigten sich vielmals.

Nach einer Stunde orientierungslosen Herumstehens auf dem Bahnsteig in Minden - eigentlich will man da nicht einmal abgemalt an der Wand hängen - hieß es dann wieder: "Einsteigen!" - und erst mal zurück nach Hannover. Von dort aus begann eine mehrstündige, nahezu endlos scheinende Odyssee über Lippstadt, Kleinkleckersdorf, Popelshagen und andere Nester, die schließlich um 14:30 Uhr in Bochum (siehe Betonfotos allgemein) ihr grausiges Ende fand: Der Termin war verpasst, die Stimmung der Reisenden hielt sich noch gerade über den Gefrierpunkt. "Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn."

Bald war die Uni (siehe Betonfotos außen) gefunden, der Hörsaal jedoch nicht (gibt's kein Foto von). Die Reisenden, Herr Kohnen (ein Pädagogik-Lehrer vom Verband und Nadjas und des Berichterstatters Maestro) vorneweg, platzten als Störenfriede in die falsche Vorlesung, konnten aber mit Hilfe eines anderen netten Pädagogik-Lehrers vom Verband in die richtige Richtung, das heißt zu Herrn Knöpfel, dem dritten Pädagogik-Lehrer vom Verband, geleitet werden, der schon beim Einpacken war. Dieser reichte uns an Herrn Gutheil weiter, den vierten, diesmal richtigen, weil sehr hohen Pädagogik-Lehrer vom Verband und Oberjurymitglied des Schülerwettbewerbes, der sogleich auf dem Flur eine spontane verspätete Preisverleihung durchführte (siehe Betonfoto innen).

Leider konnte Nadja nicht vor den ca. 650 weiteren Pädagogik-Lehrern vom Verband geehrt werden, da sonst die laufende Vorlesung hätte unterbrochen werden müssen. Aber dennoch haben sich alle Anwesenden köstlich amüsiert (wie hoffentlich auf den Betonfotos zu sehen ist). Immerhin konnte die Preisträgerin 100 Euronen für die Haushaltskasse einsacken. Der Autor des Artikels konnte sich als Bodyguard und Fotograf nützlich machen.

Aber dann ging es auch schon wieder zurück Richtung Heimat, natürlich zunächst nochmals über Minden, doch diesmal ging alles glatt, abgesehen davon, dass der Zug völlig überfüllt war, da leider die Wagen der 1. Klasse heute nicht zur Verfügung standen, wofür sich die Zugmenschen mit den roten Mützen wiederum kräftig entschuldigten. Um 21.23 Uhr waren alle Reisenden wieder zurück in Falkensee. "Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn."

Christoph "Albert" Witzorky


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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