Hertha - zum Anfassen

Nachdem es uns im letzten Schuljahr gelungen war, einen Olympiasieger an die Kantschule für ein äußerst interessantes Forum zu holen, suchte der WP 1 Kurs Sport (KL. 9) erneut ein Highlight für einen abwechslungsreichen Unterricht.
Der anstehende Fußballkomplex brachte schließlich den zündenden Gedanken. Wir wollten uns einmal etwas genauer mit dem aufstrebenden Bundesligaclub, Hertha BSC befassen.
Helfen sollte uns dabei eine Führung durch das neu gestaltete Olympiastadium mit Schwerpunkt - Hertha!

Die Schüler erhofften Dinge zu sehen, die sonst nur unmittelbar Beteiligte erleben. Und so kam es auch. Da der Kurs rechtzeitig vor Ort war, blieb noch etwas Zeit, erste Eindrücke im Fanshop zu bekommen.

Jetzt ging es los. Unser Stadionführer, der mit seiner lockeren Art gut ankam, führte uns zu den "heiligen Orten". Zuerst informierte er uns über nüchterne, aber sehr interessante Fakten zum Stadion, wie z.B.: Dachfläche 42.000 m2, Glasfläche 6.006 m2, Umbaukosten 240 Mio. Euro, etc. Das alles konnte man mitten aus dem Stadion wunderbar erkennen.

Ein schönes Gefühl hatten wir auch, als die Plätze (weiche Schaumstoffsitze) eingenommen wurden, wo sonst nur die absoluten Ehrengäste sitzen, wie Herr Beckenbauer, Herr Zwanziger oder die Kanzlerin. Beeindruckend empfanden die Kursteilnehmer auch den Standort auf der neuen und markanten blauen Tartanbahn, die direkt am Spielfeld lag. Jetzt fehlten nur noch die 74244 Zuschauer, um die Atmosphäre zu erahnen, die die Spieler haben, wenn es dann richtig zur Sache geht.

Über den Spielerweg gelangten wir endlich zu den Katakomben des Stadions, in die Umkleidekabinen. Da, wo noch vor wenigen Wochen Klinsi mit seinen "jungen Wilden" für Furore sorgte, indem er sie entsprechend motivierte, saßen jetzt Christopher, Jenny und Florian. Nach der Besichtigung des Entmüdungsbeckens kamen wir noch in den Konferenzraum, wo Trainer Falko Götz der Presse bei Heimspielen zu erklären versucht, warum verloren bzw. gewonnen wurde. In dieser Saison dürfte ihm dieser Weg bisher sehr angenehm gewesen sein.

Trotz der vielen neuen Eindrücke wurden einige Schüler allmählich etwas unruhig. Ich konnte sie verstehen. Denn was wäre  ein Besuch bei Hertha, ohne die Protagonisten? Endlich führte uns unser Betreuer zum Trainingsplatz. Da Hertha am nächsten Tag ein Pokalspiel gegen die Stuttgarter Kickers hatte und endlich mal wieder gegen einen unterklassigen Gegner nicht rausfliegen wollte, wurde das Training kurzfristig vorverlegt. Deshalb sahen wir nur noch etwa 25 Minuten.
Als einige Spieler den Platz bereits verließen und bereitwillig den wartenden Fans Autogramme gaben, übten Leistungsträger wie Bastürk, Boateng, Friedrich und Pantelic noch Elfmeter bzw. Freistöße. Letztgenannte waren natürlich für Autogramme und gemeinsame Fotos besonders begehrt. Sogar Schalke oder Bayernfans zeigten am nächsten Tag in der Schule ihre Trophäen.

Fazit: Ein Tag, der sicherlich in  schöner Erinnerung bleiben wird.

 

 

 

 

Voge/Kampet

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