die luft leitet geheimnisse weiter

Gerhard Rühm hat ein berühmtes Naturgedicht geschrieben, und zwar naturbeschreibung. Darin zeigt er zwei poetische Tricks, die immer wieder wirkungsvoll sind: Parallelismus und Personifikation. Das können wir auch, dachten sich so zwanzig tapfere Dichter aus den Klassen 8def. Und schrieben folgende Hymne an den Mai 2017:

frühling

die wolken malen witzige bilder
die winde singen ein liedchen
die felder zeigen sich kunterbunt
die igel erholen sich vom harten winter
die katzen schnurren vor erwartung
die blumen richten sich auf
die fische sagen hallo mit einem blubb
die büsche besorgen sich neue blätter
die bäume recken sich und strecken sich
die wildschweine graben den garten um
die eichhörnchen entdecken einen neuen parcours
die vögelchen pfeifen sich eins
die gräser tanzen im wind
die wiese verziert sich mit gelben blumen
die steine träumen vom fliegen
die luft leitet geheimnisse weiter
die wettervorhersage wird sonnig

der kalender zeigt mai

Mathe E-Kurs Klassen 8def, 9. Mai 2017

PS: Wenn jemand meint, manche Wörter im Titel des Beitrags müssten groß geschrieben werden, so sagen wir: Das wissen wir. Aber wir wollten nicht – aus poetischer Freiheit heraus, die den Duden einen lieben Mann sein lässt.

Comments are closed.