gesamtschule immanuel kant mit gymnasialer oberstufe falkensee
Sammen mot glemselen! - Gemeinsam gegen das Vergessen

Schülergruppe der Kantschule zu Besuch in Oslo

Das werden wir nie vergessen! Es ist gut 6 Monate her, als wir das Vergnügen  hatten, die 10. Jahrgangsstufe der "Stasjonsfjellet-Skole" aus Norwegen/Oslo zu empfangen. Mit "wir" sind die Planungsgruppen des Lise-Meitner-Gymnasiums und der Immanuel Kant-Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe gemeint. Unterstützt und angeleitet wurden von den Geschichtslehrerinnen der beiden Schulen Frau Schwertfeger und Frau Wittig sowie den MitarbeiterInnen des ASB-Projektes "Cool und Fair statt Rassismus und Fremdenfeindlichkeit". Wir verbrachten einen ganzen Tag im Zeichen des Leitspruches "Sammen mot glemselen" und begleiteten die norwegische Gruppe durch Falkensee und Berlin. Im Gegenzug hatten wir die wunderbare Idee, eine kleine Delegation ausgewählter Schüler und Schülerinnen  nach Oslo zu schicken, um dort die "Stasjonsfjellet-Skole" im Zuge des Austausches zu besuchen. *Juhuhuhuhuhuhui*

Fotostrecke
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Am 28. August starteten wir diese Nacht-und-Nebel-Aktion mit Jennifer Boltz, Janina von der Preuß, Theo Selchow, Helen Allum, Anika Marle, Silke Hartmaier, Patrick Wilde, Florian Primke, Stephan Uelpenich und Maximilian Kühnel am ZOB in Berlin. Außerdem waren uns als "Hordenleiter" Herr Packhäuser und Frau Schwertfeger beigestellt, um den Auftrag sicher gelingen zu lassen.
Um 20:30 Uhr ging es mit 30 Minuten Verspätung los! Wir fuhren und fuhren und fuhren ……… und 20 Stunden später waren wir in Oslo. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird auf die Fahrt nicht näher eingegangen.

In Oslo angekommen, begrüßte uns Mutter Natur mit einer schönen Dusche, die wir nach der Fahrt auch nötig hatten. Nun aber ab ins Hostel und Taschen ausgepackt, Sachen verstaut. Nach dem Abendbrot wollten wir noch in ein Cafe. Doch da es nach 22 Uhr war, ließen uns die Türsteher nicht mehr herein. Wir waren unter 23 Jahre alt. Dieses Problem konnten wir auf die Schnelle leider nicht lösen - also wieder zurück und ab in die Falle, da der nächste Tag bestimmt kommen würde.

Oslo - 9.00 Uhr - der Wecker klingelte - aufstehen! Bitte vergesst nicht - es war  Sonntag. Aber wir wollten ja den Vigelandpark besuchen. Nun ging es in vollen Zügen los, wir fuhren mit der Straßenbahn bis direkt vor den Park. Und was sahen wir? Eine Anlage so weit das Auge reicht mit Grünanlagen, Wasser und wunderschön gestalteten Skulpturen. Nachdem wir dort zwei Stunden lang der Blöße der Skulpturen gefrönt hatten, teilte sich die Gruppe auf. Einige wollten Shoppen, andere wiederum schauten sich die Stadt mit ihrer Festung oder den Hafen an. Ein kleines Problem gab es bloß und ich weise gerne nochmals darauf hin, dass es Sonntag war und die Läden geschlossen hatten. Das nur mal so am Rande bemerkt. Okay, den Mc Donalds-Besuch und die abendliche Beschäftigung lasse ich jetzt mal außen vor (war nur obelsten lustig) und sage gute Nacht.

Der Montag folgte dem Dienstag, ähhh dem Sonntag. Dieser wunderschöne Tag begann mit Regen und einem Frühstück für uns. Danach fuhren wir sofort zu der Schule, welche wir ja eigentlich besuchen wollten. Am Bahnhof wurden wir auch gleich von (aufpassen Männer) 10 Norwegerinnen begrüßt, die uns ins Schulgebäude geleiteten, wo uns ein zweites, exquisiteres Frühstück zusammen mit noch mehr norwegischen Schülerinnen und Schülern erwartete. Natürlich wurden erst einmal Freundschaften geschlossen, obwohl wir kein Norwegisch verstanden, bemühten sich die Norweger unser Deutsch zu verstehen (was sie erstaunlich gut hinbekamen).

Nach diesem zweiten Frühstück gingen wir in die Stadt, aber diesmal mit Verstärkung, denn die norwegischen Schülerinnen und Schüler begleiteten uns. Sie zeigten uns die Oper und anderes in der Stadt. Wieder zuhause bekamen wir eine SMS von einigen Norwegerinnen, ob wir uns nicht treffen wollten. Da unser Übersetzer des Englischen nur halb mächtig war und die SMS nicht richtig las, unterliefen wir einem Irrtum. Die Norwegerinnen, welche uns treffen wollten, waren jene, die uns im April besuchten und nicht mehr auf der "Stasjonsfjellet-Skole" waren, da sie die 10 Klasse bereits absolviert hatten und nun an weiterführenden Schulen  lernten. Das war vielleicht ein Wiedersehen, als wir uns trafen! Aber nicht lange gezögert und ins Osloer Nachtleben geschmissen. Das Problem war mal wieder das keiner von uns älter als Zwanzig war und wir somit nirgendwo hineinkamen *möpp*. Trotzdem war dieser Abend sehr unterhaltsam und wir hatten alle viel Spaß miteinander!!!

Hallöle ihr Süßwasserpiraten, haltet ihr es noch bis Freitag durch? Jetzt kommt der Tag des Dienstes, welcher wie der vorherige begann, bloß ohne zweites Frühstück (schade!!). Dafür ging es erst einmal in ein wunderschönes Fußballmatch Norway vs. Germany, welches wir zuerst ziemlich in den Sand setzten, aber später doch noch in ein Unentschieden verwandelten (was bei 40 Norwegern gegen 7 Deutsche durch aus als Leistung zu betrachten ist). Nach diesem anstregenden Match ging es in die 8. Jahrgangsstufe, wo wir den Deutschunterricht miterleben durften. Wir mussten norwegische Wörter finden, die im Deutschen gleich geschrieben werden. Nach dieser lustigen Unterrichtsstunde ging es wieder zurück in die Osloer Innenstadt, wo unsere norwegischen Freunde mit Gunhild, ihrer Ex-Klassenlehrerin, im Vigelandpark bereits auf uns warteten. Von dort aus begaben wir uns in einen lustigen kleinen Pub, in dem wir versuchten, norwegische Wörter auf den Rückseiten der Kronkorken unserer Colaflaschen ins Deutsche zu übersetzen. Natürlich schwatzten wir auch viel. Doch leider verging die Zeit ziemlich schnell, es wurde bald wieder Abend und wir mussten uns trennen, aber nicht ohne vorher ein Gruppenfoto zu machen.

So heute versammeln wir uns mit Säge, Hammer und Meißel vor dem Rathaus! Wozu fragt ihr mich? Natürlich um die Woche zu teilen. Also ihr habt sicher schon erraten, welcher Tag heute ist! Richtig, Mittwoch. An diesem wunderschönen Tag informierten wir uns im Hjemmefrontmuseum über den Widerstand der norwegischen Bevölkerung gegen die deutschen Besatzer im 2. Weltkrieg. Das Schöne war, dass sich dieses Museum genau in der Burg von Oslo befand und wir einen wundervollen Blick auf den Fjord vor und die City von Oslo hatten. Nach einer kurzen Pause besichtigten wir das Nobel Peace Center. Um es kurz zu fassen, dort konnten wir sehr viel über die Geschichte des Nobelpreises und seiner Preisträger lesen, hören und sehen. Am Ende durften wir uns dann noch auf Fischen aus Papier verewigen (na, ob die so lange halten). So, genug von Fischen und ab zur riesigen Wachablösung vor dem Osloer Schloss. Die Wachleute sahen so ähnlich wie die vor dem Buckingham Palast aus, bloß eben in Norwegisch ^^. Und natürlich durften die sich auch nicht wehren (diabolisches Lachen). Unsere uniformsüchtigen Mädchen hatten dort ordentlich was zum Tuscheln und Giggeln.

Wie auf den Blitz der Donner folgt, folgt dem Mittwoch der Donnerstag. Was wir jedoch nicht wussten oder erst noch erfahren sollten, dass wir eine wunderschöne Wanderung mitmachen, welche von der norwegischen Schule organisiert wurde. Wir starteten an einem kleinen und verträumten See, der ziemlich kalt war, was einer aus unserer Gruppe noch erfahren sollte!!! Also schnell die Wanderschuhe angezogen und los ging es. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und mussten jeweils mit einer norwegischen Gruppe mitlaufen, die den Plan hatten und sich auskannten. Später mussten in meiner Gruppe doch wir die Führung übernehmen und alle folgten nur einem und dieser brachte uns sicher ins Ziel. Nach der Wanderung gab es für uns alle was zu Grillen und Stephan ging baden (Mensch war das kalt aber erfrischend und die Enten schmeckten auch gut), was die norwegische Lehrerin, Gunhild, am Anfang nicht glauben wollte.

Nun mussten wir wieder ab in die Osloer City, weil wir unseren norwegischen Freundinnen noch eine Torte zum Abschied schenken wollten und die musste ja bestellt werden. Leider kamen wir mit den Namen durcheinander und auf der Hälfte des Heimweges mussten zwei Gruppenmitglieder nochmal umkehren, damit dies in Ordnung gebracht wurde. Leider kamen wir zu spät und die Torte war schon fertig beschriftet worden - verdammt. Zum letzten Treffen hatten wir uns ein kleines Café in der Nähe der Einkaufsstraße in der Innenstadt gesucht und dort noch eine ganze Weile mit den Mädels verbracht. Zum Abschied rückten wir die Torte raus, obwohl 49% unserer Gruppe sie selber verspeisen wollten (soviel zur absoluten Mehrheit), weil sie super lecker aussah. Sehr viel Spaß hatten wir auch noch mit einem Cityfahrrad, dass wir am Hafen fanden und das wir natürlich später zurückbrachten. Aber na gut, keine Worte mehr über diesen Abend, denn es wurde ein langer Abschied (schnief) und es fing sogar mal wieder an zu regnen. Zuhause ging es dann an das Sachen-Packen und Zimmer-Aufräumen, denn wir sollten am nächsten Tag um 11 Uhr das Hostel verlassen haben.

Also der letzte Tag war dann nicht mehr so berauschend, da einige knappe 3 Stunden  planlos in der Stadt umher irrten wärend andere die Zeit nutzten, sich von der schönen Innenstadt zu verabschieden.
Um 14:30 Uhr kam unser Bus, wir stiegen ein und fuhren los. Nach 18 Stunden erholsamer Folter, zwei Filmen auf Polnisch mit englischem Untertitel, einen Bustausch und einer Fahrt mit der Fähre waren wir dann wieder in Deutschland und dem entsprechend "ausgeruht"!!!!

So bis denne, euch noch einen schönes Jahr und wir hoffen, dass man euch nächstes Mal mit dabei hat!!!

Eure Schreiberlinge


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