Ein Reisetagebuch der Klasse 8A vom 12.Oktober 2009 - 16.Oktober 2009
Montagmorgen - Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8A versammeln sich im Regen vor der Schule. Langsam treffen alle ein und steigen nach und nach in den Bus. Dieser ist schön warm und trocken. Die Fahrt verläuft entspannt. Die einen spielen mit ihrem Nintendo, während die anderen Musik hören oder einfach nur ein wenig schlafen. Der erste Halt: Erfurt. Dort machen wir eine Stadtrundführung (auch bei Regen) und gehen in den Dom. Danach haben wir unsere freie Stunde, in der sich jeder die Zeit nach Belieben vertreibt.

In Erfurt vor dem Dom.
Dann geht es weiter Richtung Ziel: unsere Unterkunft in Friedrichroda. Dort angekommen sind wir beeindruckt: WOW! Ein richtiges Hotel!! Die Zimmerverteilung läuft glimpflich ab; wir werden zu zweit oder zu dritt auf die Zimmer aufgeteilt. In den Zimmern folgt eine weitere Überraschung: wir haben einen Fernseher. Zum Auspacken der Koffer haben wir 45 Minuten, dann geht es zum Abendessen. Dort erfahren wir, wann wir die hoteleigene Schwimmhalle nutzen können. Einige gehen noch am selben Abend schwimmen, die anderen entspannen einfach nur auf dem Zimmer.
Dienstag - Es ist noch sehr früh, als wir mit dem Bus zur Eisenacher Wartburg gefahren werden.

Die Wartburg.
Dort heißt es erst einmal Treppen steigen. Man muss wirklich einmal dort gewesen sein, um sich vorstellen zu können, wie viele Treppen es dort gibt. Zwar ist der Weg hinauf beschwerlich, doch lohnt er sich, denn wir tun etwas Gutes für unsere Oberschenkelmuskeln und eine wunderschöne Aussicht können wir von oben auch genießen.

Blick von der Wartburg auf Eisenach und den Thüringer Wald.
Während einer Führung besichtigen wir verschiedene Räume der Burg und die Führerin berichtet uns und den anderen Touristen von den Menschen, die diese Räume einst bewohnten. Das ist irgendwie seltsam, denn dort, wo wir in diesem Moment stehen, stand vielleicht schon mal vor vielen, vielen Jahren ein Mensch, der dort etwas gesagt, oder seine Stulle gegessen hat. Im Anschluss daran fahren wir noch ins Kalibergwerk Merkers, wo wir in Kittel gesteckt werden und Helme aufsetzen müssen. Mit einem großen Auto fahren wir durch die unterirdischen Gänge und erkunden das Werk. Dort ist es wirklich cool, weil wir in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit unterwegs sind. Unter Tage ist es sehr heiß und die Luft ist salzig. Zum Abschluss sehen wir noch einen Film und eine Lasershow, bevor wir zurück ins Hotel fahren.
Mittwoch - Heute fährt die Klasse nach Weimar, wo wir das Wohnhaus Goethes, das heutige Goethe-Museum, besichtigen. Eine Frau vom Museum führt uns durch das Haus und wir können uns die Räume anschauen. Sie zeigt uns, wo Goethe geschlafen, gelesen und gegessen hat. Die Frau Goethes konnten wir auf einem Bild sehen. Ihr Name war Christiane Vulpius. Im Anschluss an die Führung können wir uns noch eine halbe Stunde draußen, auf dem Frauenplan, einem zentralen Platz in Weimar, umschauen, bevor die ausführliche Stadtführung beginnt.

Führung in Weimar.
Die Führerin zeigt uns unter anderem die Denkmäler großer Persönlichkeiten wie z. B. vom Herzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach oder Sebastian Bach, der in Weimar lebte und musizierte. Außerdem spazieren wir durch den Park an der Ilm und sehen das Gartenhaus von Goethe und das Shakespeare-Denkmal. Als wir am Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Weimarer Nationaltheater angelangt sind, machen wir ein Klassenfoto.

Zu Füßen Goethes und Schillers in Weimar.
Danach steigen wir in den Bus, um zur Gedenkstätte Buchenwald zu fahren. Ein Museumsführer begleitet uns durch das ehemalige Konzentrationslager und erzählt uns, was einst auf diesem Gelände geschehen ist.

Ehemaliges KZ Buchenwald.
Er zeigt uns die Gaskammern und die Pathologie sowie ein Foto, das zeigt, wie die dort getöteten Menschen wie Abfall übereinander gestapelt wurden. In den Boden eingelassen sehen wir eine Tafel, auf der Namen der getöteten Menschen zu lesen sind. Nach der Führung fahren wir mit dem Bus zurück ins Hotel. Dort essen wir Abendbrot und gehen noch eine Runde schwimmen.
Donnerstag - Diesen Tag können wir selbst gestalten. Wir haben die Wahl: eine Besichtigung des Spielzeug-Museums oder des Meeresaquariums, oder aber eine Shopping-Tour. Die Entscheidung fällt auf das Meeresaquarium und den Einkaufsbummel. Das Shoppen … naja … wir befinden uns in einer kleinen Stadt, beinahe einem Dorf, aber letztlich findet doch jeder irgendetwas, das er machen kann.

Schmalkalden.
Der Weg zum Meeresaquarium führt uns durch die wunderschöne Landschaft des herbstlich leuchtenden Thüringer Waldes. Das Meeresaquarium selbst ist auch toll - einer der besten Ausflüge, die wir unternommen haben. Man kann viele Fische und Meerespflanzen bestaunen: Haie, Clownfische und sogar Krokodile!

Meeresaquarium in Zella-Mehlis.
Nach einer Stunde geht es zurück ins Hotel - wieder durch die schöne Landschaft. An diesem Tag kommen wir viel früher zurück als sonst, aber das ist auch mal schön. Das ist wieder einmal ein gelungener Tag.
Freitag - Der Tag, an dem keiner so richtig glücklich ist. Der Abreisetag. Irgendwie hat man sich daran gewöhnt, mit seinen besten Freunden in einem Zimmer zu wohnen und vor dem Schlafengehen noch miteinander zu quatschen. Wir müssen nicht zur Schule und haben keine Hausaufgaben auf. Eine ganze Woche lang. Das ist erholsam, aber alles hat nun mal auch ein Ende, also packen wir unsere Sachen und gehen zum letzten Mal zum Frühstück. Dann fahren wir nach Jena ins Zeiss-Planetarium, in dem wir eine 3D-Show sehen.

Zeiss-Planetarium in Jena.
Es ist wirklich interessant, zu sehen, wo sich die Sterne eigentlich befinden. Durch den 3D-Effekt hat man das Gefühl, alles würde sich drehen. Danach verlassen wir Thüringen und fahren wieder in unsere Heimatstadt Falkensee, wo wir alle von unseren Familien abgeholt werden.
Die Schreiberlinge der 8a
