
Eine Woche für die Kinder Falkensees!
Die Woche vom 16. bis 21. November war ereignisreich, vor allem für die Kinder in Falkensee. In drei vom ASB initiierten Aktionen standen die Kinder und Jugendliche in Falkensee im Mittelpunkt.
Kinder zeigen Flagge am Haus am Anger
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| Kantschülerinnen vor dem Fähnchenmeer. |
Zum 20. "Geburtstag" der Kinderrechte veranstalteten auf Initiative des ASB-Projekts "Fair & Cool statt Rassismus und Gewalt" alle Schulen aus Falkensee eine Aktion, die deutlich machen sollte, dass Kinder in Falkensee dazu gehören und ihre Rechte einfordern. Die Aktion bestand darin, dass jeder Schüler aus Falkensee ein Fähnchen gestaltet, auf dem er seine Wünsche und Meinung kundtut. Diese Fähnchen wurden dann um den Angerteich platziert, was zur Folge hatte, dass ein wahrhaftes Meer von weißen Fähnchen die Wiese säumte. Mehr als 7000 Fähnchen sollen es gewesen sein. Ob Autofahrer und Passanten oder geladene Gäste zu der feierlichen Zeremonie der Eröffnung des Fähnchenfeldes am Freitag, den 20. November, alle staunten über diese gewaltige Demonstration von Kinder-Reichtum und Kinder-Power in Falkensee. Auch Schüler der Kantschule nahmen an der Eröffnungsfeier teil. Schülervertreter aus allen Jahrgangsstufen waren anwesend und einige von ihnen waren Mitgestalter des Programms.
Ein Konzert zu Ehren der Bedürftigen
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| Die beiden Haitianer bringen Stimmung in die Halle. |
Wie schon in den Jahren zuvor, gestalteten die Kantschule und das LMG gemeinsam ein Benefizkonzert zu Gunsten von bedürftigen Kindern. Das Konzert fand in der alten Turnhalle der Kantschule statt. Diesmal sollten die Einnahmen an Kinder in einem Heim in Sankt Petersburg und an Straßenkinder in Haiti gehen. Das Motto des Abends orientierte sich an dem Ziel der Spenden: Russland und Haiti. Die Sängergruppen aus den beiden beteiligten Schulen sangen russische Lieder, eine zackige russische Band sprang auch noch stimulierend mit ein. Der Höhepunkt des Abends aber waren sicherlich die beiden Haitianer, die mit ihren Trommeln das Publikum von den Stühlen holte. Ein toller Abend, der wieder mal zeigte, dass die beiden großen Schulen Kant und LMG hervorragend miteinander können und dass Spaß durchaus auch mit einem guten Werk zu verbinden ist.
Otto Herz - ein Pädagoge, der die Achtung vor dem Kinde lehrt
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| Herr Herz aus Bielefeld kann spannend erzählen. Er sagt nicht nur, was ein Lehrer tun soll, er lebt es auch vor. |
Als wäre die Woche nicht schon lang genug. Am Samstagmorgen gab es noch einen Vortrag im ASB, der sich auch ganz dem Thema Kinder widmete. Otto Herz, der bekannte Reformpädagoge, der seinem Namen Herz alle Ehre macht, weil er so herzlich und von Herzen erzählen kann, sprach vor etwa 40 Sozialarbeitern, Erziehern und Lehrern. Er sprach von der Achtung dem Kind, dem Schüler gegenüber. Was er sagte, war nicht belehrend, pastoral, sondern ging ans Grundsätzliche: Er erinnerte an den Grundauftrag von Bildung und Schule und an Grundvoraussetzungen von Lernen, vor allem im Umgang miteinander. Dabei kam die Schule als System, als Institution nicht gut weg, auch nicht die Bildungspolitik, aber der Mensch, vor allem der Schüler, er kam deutlich näher und rückte dahin, wohin er gehört: ins Zentrum der Betrachtung. Zur Frage, welche Bedeutung Schule für ihn habe, sagte er, sie sei die "Herausforderung, nicht die Menschen an deren System anzupassen, sondern das System mit den Menschen und für sie zu entwickeln." Sein Motto: "Im Leben lernen - Im Lernen leben" sprengt die Grenzen, lässt neuen Wind in alte Räume. Wer mehr wissen möchte, schaue auf folgende Seiten:
http://www.ganztaegig-lernen.org/www/web528.aspx
http://www.vorwaerts.de/artikel/die-deutsche-bildungskatastrophe
http://www.bildung-neu-denken.de/ziele/ziele_files/page5_1.pdf (eine über tausend Jahre alte Rede, wundert sich der Netzmeister)
Dem ASB ein großes Dankeschön für die Initiative bei all den wunderbaren Aktivitäten in dieser Woche.
E. Guist
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