Kunst

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Man muss kein Künstler sein, um im Fach Kunst Erfolg und Spaß zu haben. Es reicht, wenn man mitmacht und versucht, sein Bestes zu geben. Und wenn man bereit ist, sich auf Neues, Unbekanntes einzulassen. Denn Kunst ist ein Abenteuer. Erst wenn man unterwegs ist, merkt man, was Sache ist und wo es langgehen könnte. Die Lösungen sind wichtig, aber ebenso auch die Erfahrungen im Gestaltungsprozess. Also keine Angst vor der Kunst. Sie ist in jedermanns Reichweite, wenn Jedermann sich an das Motto hält: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

1. Kunst als Angebot in der Sekundarstufe I und II

Kunst wird in der Sekundarstufe I im Klassenverband eine Stunde pro Woche unterrichtet, im Blockunterricht also alle zwei Wochen in einem Block. Die Teilnahme am Kunstunterricht ist für alle verpflichtend.
In der Sekundarstufe II kann das Fach Kunst als Grundkurs (2 Stunden wöchentlich) oder als Leistungskurs (4 Stunden wöchentlich) belegt werden. Der Leistungskurs soll jenen Schülern eine Entfaltungsmöglichkeit bieten, die kreativ sind und vielleicht später auch beruflich eine künstlerische Laufbahn einschlagen wollen. Für diese Schüler bietet der Leistungskurs vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Im Leistungsfach Kunst kann am Ende auch eine Abiturprüfung abgelegt werden. Die Aufgaben werden von der unterrichtenden Lehrkraft erstellt, da Kunst dezentral geprüft wird (anders als z. B. Deutsch, Mathe, Biologie etc.) Im Grundkurs Kunst kann Kunst als mündliches Fach im Abitur geprüft werden.
Seit dem Schuljahr 2013/2014 gibt es auch einen Seminarkurs mit Schwerpunkt im künstlerischen Bereich. Er trägt den vielsagenden Titel: „Präsentation im öffentlichen Raum“. In diesem Kurs geht es vornehmlich darum, projekt- und ergebnisorientiert daran zu arbeiten, dass der öffentliche Raum der Schule kreativ gestaltet wird. Projekte wie die Konzeption von Ausstellungen in der Schule, die Mitarbeit und Gestaltung am/des Schuljahrbuches oder die Vorbereitung von Schule-Events gehören ins Programm des Seminarkurses.

2. Inhaltliches zum Unterricht und zu den Lehrplänen

In der der Sekundarstufe I werden den Schülern sukzessive theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten beigebracht. Dabei werden ästhetische Phänomene gleichermaßen thematisiert wie kunstgeschichtliche. Schwerpunkt der Arbeit in der Sekundarstufe I ist jedoch die praktische Arbeit. Die praktische Arbeit ermöglicht nicht nur sehr unmittelbare und nachhaltige Erfahrungen im Umgang mit gestalterischen Problemen, sie gibt den Schülern auch in besonderer Weise die Möglichkeit, ihre Subjektivität auszuleben. Die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte des Faches sind in den Rahmenrichtlinien des Landes Brandenburg festgeschrieben und sie finden ihre Konkretisierung in den schulinternen Rahmenplänen der Schule.
Beide Lehrpläne, sowohl jene der Sek. I also auch jene der Sek. II, lassen den Lehrkräften recht große Freiräume bei der Planung. Diese versuchen die Lehrkräfte auch zu nutzen, indem sie die Schüler an der Planung beteiligen soweit dies machbar ist.
Im Fach Kunst gilt für die Sekundarstufe II, dass in der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) einheitliche Grundlagen geschaffen werden sollen, welche dann in der Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12 und 13) weiter ausgebaut werden im Sinne einer Vertiefung und wissenschaftspropädeutischen Fundierung. (Näheres s. schulinterner Rahmenplan)

3. Bewertung von Schülerleistungen

Die Gesamtnote im Fach Kunst setzt sich zusammen aus der Summe aller Leistungen des Schuljahres (Sekundarstufe I) oder des Halbschuljahres (Sekundarstufe II). Schülerleistungen in diesem Sinne sind mündliche, schriftliche oder gestalterische Beiträge. Auch das Mitbringen und Pflegen von Arbeitsmaterial gilt als zu bewertender Beitrag. In der Sekundarstufe I wurde schulintern vereinbart, keine prozentuale Gewichtung von z. B. mündlichen oder gestalterischen Anteilen vorzunehmen, weil sich hier leicht ein verzerrtes Bild der tatsächlich erbrachten Schülerleistungen ergeben könnte. Somit wird jede Note einzeln gewertet und der Lehrer ist angehalten z. B. Mitarbeit in angemessener Relation zu gestalterischen Ergebnissen zu werten. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Mitarbeitsnote wird im Fach Kunst nicht nur für mündliche Beiträge vergeben, sondern vor allem bei der praktischen Arbeit. Ist der Schüler sichtlich bemüht, sich anzustrengen und gestalterische Aufgaben kreativ und offensiv zu lösen, dann hat er Chancen auf eine gute Bewertung seiner Mitarbeit. In der Sekundarstufe II werden Klausuren „geschrieben“ (hier gibt es auch gestalterische Aufgaben). Diese zählen ein Viertel von der Gesamtnote.
Eine Bemerkung noch zu der Bewertung im Fach Kunst: Wie kann man Kunst bewerten? heißt es immer wieder. Machen wir Kunst in der Schule? kann da zurück gefragt werden. Da Schüler Aufgaben im Unterricht bearbeiten und nicht Kunst produzieren, misst sich die Bewertung auch an der Aufgabe und den zuvor festgelegten Kriterien, nicht an einem subjektiven Kunstbegriff. Somit gilt, was für andere Fächer auch gilt: Man muss aufgabengerecht arbeiten und in der Lage sein, sein Gegenüber mit „Argumenten“ zu überzeugen.

4. Lehrer

Zurzeit unterrichten vier Lehrkräfte das Fach Kunst an der Schule, 3 Lehrerinnen und ein Lehrer.

5. Räumlichkeiten/Ausstattung

Die dritte Etage im A-Gebäude gilt traditionell in Kantschule als Musentempel (Olymp?!) Dies konnte der Uneingeweihte früher unschwer schon an den vielen Sprüchen und Gemälden in den Fluren und in den Räumen erkennen. Leider sind im Zuge der Sanierung alle künstlerischen Äußerungen von den Wänden verschwunden. Aber wir sind zuversichtlich, dass in Zukunft neue künstlerische Präsentationen darbieten können, die sich mit den neuen, sauberen und korrekten Umständen vertragen. Immerhin hat die Renovierung auch viele Vorteile für den Fachbereich gebracht: Wir haben nun vier Fachräume, für jede Lehrkraft einen Raum. Ein Raum ist auch mit Smart Board ausgestattet. Dann stehen uns zwei Vorbereitungs- bzw. Materialräume zur Verfügung.
Der Fachbereich ist weiterhin ausgestattet mit diversem Unterrichtsmaterial (Bücher, Postersammlung, Dias, Beamer, Papierschneidegerät, Radier-Druckerpresse, Brennofen für Keramikprodukte etc.) Im Rahmen des MAP-Projekts werden noch weitere Verbesserung unserer Ausstattung erfolgen (Laptop, Video- und Fotokamera, Software).

6. Aufgaben des Fachbereichs über den Unterricht hinaus

Neben dem Unterricht fühlt sich der Fachbereich Kunst verantwortlich für die Gestaltung und Verschönerung der Schule im weitesten Sinn. Dies heißt konkret, dass Lehrer mit Schülergruppen in Projekttagen oder während des Unterrichts Klassenräume, Flure oder Außenwände gestalten, dass Ausstellungen im Schulareal organisiert werden oder dass zu feierlichen Gegebenheiten öffentlich wirksame Plakate erstellen. Auch werden in Kooperation mit anderen Fachbereichen oder auf Auftrag gestalterische Vorhaben realisiert.

7. Projekte, Exkursionen und Kooperationen

Der Fachbereich hat zwei Schultage im Jahr zur Verfügung, um mit Schülern der Sek. II künstlerische Vorhaben oder Exkursionen durchzuführen. An diesen Tagen steht die Kunst im Mittelpunkt und wird auf eine besondere Weise erlebbar.
Ebenfalls etwas Besonderes ist unsere Kooperation mit dem Creativzentrum Haus am Anger. Zu etwa 6 Terminen im Jahr können Kunstkurse der Kantschule im und mit den Mitarbeitern des Hauses am Anger zu vorher vereinbarten Themen künstlerisch arbeiten.

8. Kunst-AGs

Mehrere kreativ-künstlerische AGs werden jährlich im Rahmen des Ganztags angeboten wie z. B.: Töpfern, Malen, Graffiti (darin integriert auch Manga). Die Angebote richten sich nach dem Interesse der Schüler. Diese sollten deswegen auch ihre Wünsche den Kunstlehrern kundtun.
Sponsoren gesucht!

Der Fachbereich Kunst ist ein Fachbereich, der viel mit Material arbeitet, Material, welches jedoch von irgendwoher herbeigeschafft werden muss. Da der finanzielle Etat des Fachbereichs Kunst recht knapp ist, wären wir froh, wenn sich für einige Materialien Sponsoren finden würden. So z. B. für Papier. Papier in allen Größen, Stärken und Farben, welches zum Zeichnen, Malen oder Basteln verwendet werden kann, ist uns willkommen. Auch Farben oder Stifte und anderes Material für den Kunstunterricht können wir gebrauchen. Wer was übrig hat, wende sich an die Kunstlehrer der Schule. Wir danken Ihnen.

E. Guist
(Für den Fachbereich Kunst)