Kantschule startet Projekt „Kant gegen Rassismus“

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Florian, Manina und Harald Petzold, ihr neuer „Pate“ (Abgeordneter der Linken im Bundestag).

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung “DEMOKRATIE STÄRKEN – RECHTSEXTREMISMUS BEKÄMPFEN” wurde auch das Projekt „Kant gegen Rassismus“ offiziell gestartet. Florian Schrader und Manina Enzkat stellten das Projekt vor, das vornehmlich von Schülern der Klassen 10b und 10c ins Leben gerufen wurde.
Sie erläuterten, wie sie zu dieser Projektidee kamen: „Im Politikunterricht aber auch darüber hinaus haben wir darüber nachgedacht, was man unternehmen kann, um gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung vorzugehen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir gemeinsam ein Projekt ins Leben rufen, das dauerhaft das Thema Rassismus in der Schule auf die Tagesordnung setzt.
Sie nannten das Projekt „Kant gegen Rassismus“ weil
1. der Name „Kant“ für ihre Schule steht (Kant-Schule) und
2. weil sie glauben, dass der Namensgeber „Immanuel Kant“ dieses Projekt unterstützen würde, weil er sich stets für die Würde des Menschen und einen vernünftigen Umgang mit dem Menschen eingesetzt hat. Von Kant stamme schließlich der Satz:
„Ein jeder Mensch hat rechtmäßigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden anderen verbunden.“
Um ihr Projekt auf eine breite Basis zu stellen, sodass möglichst viele Schüler eine möglichst lange Zeit an ihm teilnehmen können, streben sie eine Kooperation mit dem europaweit agierenden Netzwerk „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ an, einem Netzwerk, an dem allein in Deutschland über eine Million Schüler teilnehmen. „Wenn man an diesem Projekt teilnimmt, erhält man den Titel `Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage´“, erläuterte Florian. Der Titel sei wichtig als Verpflichtung der Schule, sich immer wieder von Neuem mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen, sagten die beiden Projektvertreter.
Als „Paten“ aus der Politik haben sich die Projektteilnehmer Harald Petzold ausgesucht, ein altbekanntes Gesicht in der Kantschule, weil er früher hier mal engagierter Musik- und Politik unterrichtet hat. Petzold, zurzeit Abgeordneter der Linken im Bundestag, freute sich sichtlich darüber, seiner ehemaligen Schule in so einer guten und nützlichen Sache zur Seite stehen zu dürfen und versprach seine volle Unterstützung.
Am Ende der Veranstaltung sangen Marius Haut und Sina Adam noch ein eigens für das Projekt gedichtetes Repp-Lied, das sehr gut bei allen ankam.
Es bleibt zu hoffen, dass das Kant gegen Rassismus-Projekt auch insgesamt in der Schule gut ankommt und breite Unterstützung findet. Eine erste Unterstützung kann darin bestehen, dass jeder Schüler oder Lehrer durch seine Unterschrift bezeugt, dass er/sie dieses Projekt befürwortet. Für den Erwerb des Titels „Schule ohne Rassismus“ ist nämlich eine breite Mehrheit von ca. 70 % der Schüler und Lehrer notwendig, die sich per Unterschrift für das Projekt aussprechen. Unterschriftenlisten sind schon im Umlauf. In den nächsten Tagen werden Schüler mit ihnen in den Pausen unterwegs sein.
Jeder kann am Projekt teilnehmen, der Lust hat und die Notwendigkeit sieht, gegen Rassismus und Diskriminierung anzugehen. Ansprechpartner sind die beiden oben genannten Schüler und auch Frau Guist, die von Lehrerseite das Projekt begleitet.

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Sina und Marius sangen ein selbstgemachtes Lied zum Thema Rassismus.