Besuch in Krakau und Auschwitz – Die Nazis und ihr Erbe

48 Schüler der Kantschule und des LMG waren vergangene Woche in Krakau, um unter anderem das Konzentrationslager Auschwitz zu besuchen. Am ersten Tag hatten wir eine Stadtführung durch das jüdische Viertel in Krakau und den Stadtteil Podgorze – dem ehemaligen jüdischen Ghetto – in dem Teile des Films „Schindlers Liste“ gedreht wurden. Wir haben viel über jüdische Traditionen und Religion und natürlich über das jüdisches Leben unter den Nazis in Krakau erfahren. Wir hatten auch ein Gespräch mit einer Zeitzeugin – Lidia Maksymowicz – die als kleines Kind nach Auschwitz deportiert wurde und von ihren schrecklichen Erfahrungen während der Lagerzeit berichtete.

Am Dienstag und Mittwoch besichtigten wir  das Stammlager Auschwitz und das Lager Auschwitz/Birkenau. Das Lager Birkenau ist so groß, dass man auch vom Wachturm aus nur etwa die Hälfte sehen kann. Das hat uns überrascht und das hatten wir nicht erwartet. Nach den Führungen in den Lagern gab  es Workshops unter anderem zu den Themen „Kinder und Jugendliche in Auschwitz“ oder „Pseudomedizinische Experimente“, in denen wir die Möglichkeit hatten uns mit Beispielen und Augenzeugenberichten zu beschäftigen.

Am Donnerstag gab es dann eine kulturhistorische Stadtführung durch die Altstadt Krakaus, welche insgesamt drei Mal zerstört wurde.

Die Fahrt hat viele bleibende Eindrücke hinterlassen und alle Teilnehmer zum Nachdenken angeregt – über die Geschichte unseres Landes, die Verantwortung, die daraus erwächst und die unser Handeln in der Zukunft bestimmen sollte.

Joachim von Wittke 10a / A. Wittchow

Fotos: Weda Köhler 9a

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