14.06.2026
BerufsorientierungBO-TagKooperationspartner

Von VR-Brillen und wackeligem Brückenbau

Am 13. Mai fand bereits zum dritten Mal bei uns der BO-Tag statt – großes Kino, muss man sagen, obwohl manche auch mit VR-Brillen unterwegs waren. Die bewährte Mischung bestand aus Folgendem:

  • Externe Referenten, die ihre Firmen und Institutionen bei uns in der Schule vorstellten
  • Exkursionen in alle Himmelsrichtungen von der Uni Potsdam Griebnitzsee bis zum Wedding
  • Vermittlung von allerlei Methodenwissen und Softskills durch unsere Lehrkäfte

Nach der Begrüßung durch Herrn Duve ging es direkt los: Unsere Gebäude glichen mehr als sonst einem Ameisenhaufen. Die Schüler:innen hatten jeweils drei Module gebucht und kamen nun aus dem Staunen nicht heraus:

Es war richtig interessant, in die Feuerwehrwache rein zu schauen, da ich auch sehr neugierig bin. Der Betreuer, der uns herum geführt hat, hat uns alles ausführlich gezeigt und erklärt. Ich fand den gesamten Tag sehr schön und es hat großen Spaß gemacht, in diese Berufe reinzuschnuppern.
Phil, 9. Klasse

Von unserem Seminarkurs Eventmanagement aufs beste versorgt, kamen Schulleitung und Kollegen mit den Referenten ins Gespräch und man knüpfte und vertiefte zahlreiche Kontakte. Sogar die zeitweise Auswanderung nach Amerika konnte man anbahnen:

Beim BO-Tag habe ich echt viele coole Sachen erlebt. Im ersten Block „Wege ins Ausland“ wurde uns erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, später mal ins Ausland zu gehen, zum Beispiel durch Sprachreisen oder als Au-pair. Das fand ich interessant, weil ich vorher gar nicht wusste, wie viele Möglichkeiten es da gibt. Im zweiten Block waren wir bei BMW Motorrad. Erst haben wir etwas über verschiedene Berufe dort gelernt und danach durften wir mit VR-Brillen Sachen digital lackieren und schweißen. Das hat richtig Spaß gemacht und war mal etwas ganz anderes. Am besten fand ich aber im dritten Block „Passion is my Fashion“. Dort konnten wir unser eigenes Design erstellen und es später auf ein Kleidungsstück drucken. Es war richtig cool, selbst kreativ zu sein und am Ende sein eigenes Ergebnis zu sehen. Insgesamt war der BO-Tag echt interessant und abwechslungsreich.
Lea, 9. Klasse

Draußen drohten immer mal wieder Regenschauer, aber drinnen konnte man einiges Erleben. Die Klassen 7 und 8 sollten sich am besten auf schulische Tipps konzentrieren, zum Beispiel so:

In dem 1. Block hatte ich „Gute Noten“ bei Herrn Scholz. Da haben wir gelernt, wie man sinnvolle Nachfragen im Unterricht stellt und wie man Spickzettel schreibt. Im 2. Block hatte ich „Level up“ bei Herrn Kennedy. Da haben wir herausgefunden, womit wir am besten lernen können. Ich z.B. habe gelernt, dass ich mir mit Mind Maps super und schnell Sachen einprägen kann. Dann haben wir noch ein Vokabel Spiel gemacht. Im 3. Block hatte ich mit Herrn Gröger. Da haben wir Teambuilding-Methoden erprobt. Dann haben wir uns zuerst kennengelernt und haben kurz alle Namen gehört, um die Kinder mit Namen ansprechen zu können. Dann haben wir Spiele gespielt, z.B. Piranha Fluss, da mussten wir mit Teppichen über den Fluss kommen, und das zu viert. Dann haben wir noch aus Spagetti einen Turm gebaut und oben drauf einen Schaumkuss hingestellt.
Seraphine, 7. Klasse

Zum Glück haben sie bei Herrn Scholz nicht gelernt, wie man Spickzettel versteckt und in Klassenarbeiten nutzt. Aber weiter im Text – manches ging auch schief, davon lernt man jedoch:

Beim ersten Versuch ist unsere Brücke aus unerklärlichen Gründen in sich zusammen gefallen. Beim zweiten Versuch wurde die Brücke dem Erdboden gleichgemacht, ebenfalls aus seltsamen Gründen.
Justus, Klasse 9

Justus hat nicht erzählt, welcher Psychologe die Kids wieder aufgerichtet hat. Fahren wir fort mit diesem Eindruck von einem der eher hartgesottenen Jungs:

Im ersten Block war ich bei der Veranstaltung der Polizei-Brandenburg. Dort haben wir vor allem über die sportlichen und geistigen Tests gesprochen. Man konnte viel lernen, jetzt weiß ich, dass ein volljähriger Mann beim Sporttest 2400 Meter in einer begrenzten Zeit laufen muss. Es wurden uns die verschiedenen Möglichkeiten, für die man bei der Polizei arbeiten kann, erklärt, und es gibt viel mehr, als ich dachte: Streifendienst, Wasserpolizei, Hundeführer, SEK/SK und Tatortuntersucher. Am spannendsten finde ich das SEK, weil da die größten Einsätze entstehen mit einer richtigen Polizeiarmee! Die Polizisten, die die Präsentation geleitet haben, waren sehr nett und haben uns sogar mal den Polizeihelm anprobieren oder uns den Schlagstock ausfahren lassen. Im Großen und Ganzen hat mir die Vorstellung der Polizei sehr viel Spaß gemacht.
Niclas, 9. Klasse

Der folgende O-Ton bleibt aber anonym:

Mein Berufsorientierungstag hat sportlich angefangen, nämlich mit der Station „Leipziger Sporteignungstest“. Um es kurz zu fassen: Ich hätte auf jeden Fall nicht bestanden.

Wir melden uns in einem Jahr wieder, gleiche Stelle, gleiche Welle. Wie sagte Lea noch? Es war richtig cool. Aber lassen wir nun die Bilder sprechen, denn die sagen bekanntlich noch mehr als 1000 Worte.

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