22.04.2026
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Erasmus: Dänisch-deutsches Design-Projekt gestartet

Vom 17. bis zum 19.März trafen sich 22 dänische und 12 deutsche Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen an der Kantschule. Sie stellten sich in diesen drei Tagen folgender Aufgabe: Wie können alte Shirts durch Textildruck aufgewertet und damit vor dem Müll gerettet werden.
In gemischten Teams von Schüler*innen beider Nationen startete die Arbeit. Gesprochen wurde Englisch oder mit Händen und Füßen. Nach einem Warming Up begannen einige Teams sofort damit, interessante Designs oder Logos zu entwickeln. Dabei durfte alles benutzt werden, Papier und Stifte für analoges Arbeiten aber auch Laptops und PCs. Und wo digital gearbeitet wird, ist auch AI also KI nicht weit entfernt. So entstand aus manch einem geschickten Prompt prompt ein tolles Design. Sorry for this Wortspielerei. 😉

Und wie bekommt man die tollen Designs auf die Shirts und anderen Textilprodukte? Natürlich durch einen Print, also durch Bedrucken. Dafür gibt es verschiedene Verfahren. Zum einen Siebdruck. Wie der Name es schon sagt, wird dabei Farbe durch ein spezielles Sieb auf das Textil gedrückt.
Zum anderen kann man eine Schablone benutzen und die Farbe auf das Shirt tupfen.

Doch bevor die Farbe auf das Sieb oder die Schablone kommt, mussten unsere und die dänischen Schülerinnen weitere Aufgaben abarbeiten. So wurden Siebdruckrahmen gebaut und mit einem feinen Edelstahlsieb bespannt. Dieses Sieb wurde hauchdünn mit Holzleim eingestrichen, der einige Stunden trocknen musste. Aus den beschichteten Sieben wurden per Laser die digitalisierten Designs gebrannt.

Eine weitere Gruppe entwickelte eine Swipe-App, die als Grundlage für eine Befragung zu allen entworfenen Designs diente. Auf dem Schulhof und bei der Exkursion ins Futurium wurden mehr als 200 Mitschüler bzw. Passanten befragt. Im Ergebnis wurden die meistgewählten Designs ausgewählt, um Sie auf Shirts und Stoffbeutel zu drucken.
Beide Verfahren kamen dabei zum Einsatz. Es hieß vor allem Learning by Doing. Am Ende gelangen einige schöne Ergebnisse, die die Schülerinnen beider Länder stolz präsentierten. Und da sich die Schüler*innen beider Länder bei der Arbeit richtig gut kennen lernten, wurden die bedruckten Shirts spontan mit den Unterschriften der Teilnehmer versehen.
Es waren tolle Tage ohne Unterricht aber mit viel Lernen.
Alle freuen sich nun auf ein Wiedersehen im Herbst in Toftlund in Dänemark. Auch unsere Partnerschule verfügt über einen Maker Space mit vielen Möglichkeiten für digitale Designs.