08.02.2026
SchülerkonferenzSchulfahrt

SV-Fahrt 2026 – Experimente und Bewährtes

Am Montag sind wir trotz eisiger Temperaturen und winterlicher Bedingungen zur SV-Fahrt aufgebrochen – und der Start verlief erfreulich reibungslos: Die Zugverbindung klappte problemlos. Dafür gab es gleich zu Beginn die ersten „Klassiker“: das obligatorische Stapeln der Koffer im Bus als inoffizielle Teamübung – denn erstaunlicherweise zeigt sich schon bei so etwas, wie gut man miteinander kommuniziert, organisiert und Rücksicht nimmt. Und ja: Es hat funktioniert. Glatteis am Dienstag war dann auch kein großes Hindernis mehr, denn vor Ort war der Weg vom Schlafzimmer zum Speisesaal und in die Seminarräume zum Glück komplett „innen“ – kurze Wege, warme Atmosphäre, gute Bedingungen zum Arbeiten. Einzig das morgendliche Joggen fiel dem glatten Untergrund zum Opfer.

Mit 24 Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 7 bis 12 war die Gruppe bewusst bunt gemischt. Genau das hat die Fahrt so wertvoll gemacht: Teambildung und das Arbeiten in altersgemischten Gruppen klappt nicht automatisch, sondern will geübt werden. Und das haben die Schüler und Schülerinnen getan – konzentriert, respektvoll und mit spürbar wachsendem Zusammenhalt.

In den Arbeitsphasen haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Punkte erarbeitet, die das Leben und Lernen an unserer Schule attraktiver machen sollen. Dabei ging es nicht um „große Worte“, sondern um konkrete Ideen, die realistisch umsetzbar sind und wirklich etwas verändern können. Wer einmal erlebt hat, wie schnell aus vielen unterschiedlichen Perspektiven ein gemeinsamer Plan entstehen kann, versteht: SV ist nicht „zusätzlich“, SV ist Gestaltung. Stichpunkte sind hier nur: Pausenregelung, Notentranzperenz, glatte Schulwege, Anti-Rassismus-Projekte, die Welt kulinarisch entdecken und noch einiges mehr.

Ein besonderer Höhepunkt war die Vorstellung der erarbeiteten Projekte vor den Jahrgangsstufenleiterinnen und -leitern Herr Leps (Stufen 7/8) sowie Frau Wittchow (Stufen 9/10). In einer anschließenden Fishbowl-Diskussion konnten die Ideen strukturiert diskutiert, Rückfragen geklärt und erste Perspektiven für die Umsetzung gesammelt werden – ein Format, das Beteiligung ermöglicht und unterschiedliche Sichtweisen sichtbar macht.

Natürlich kam auch das Gemeinschaftliche nicht zu kurz – und einige Experimente wird man so schnell nicht vergessen. Zum Beispiel: „Werwolf“ spielen – sehr experimentell – nur eben mal ohne Werwölfe. Oder die kulinarische Frage, ob ein fertig vorbereiteter Hefeteig tatsächlich als Stockbrot-Alternative taugt. Ich war zunächst skeptisch, wurde aber eindeutig eines Besseren belehrt.

Auch abseits der Seminarräume war einiges los: Viele haben Billard für sich entdeckt, und es wurden sogar „akustische Experimente“ durchgeführt – unter anderem die Untersuchung, wie deutlich das Öffnen und Schließen einer Badezimmertür in meinem Zimmer noch ein Stockwerk tiefer zu hören ist. Wissenschaftlich sauber war es vielleicht nicht, unterhaltsam und lehrreich aber definitiv.

Jetzt beginnt der entscheidende Teil: die schwere Phase. Ideen sind ein Anfang – echte Veränderung entsteht erst durch Umsetzung. Genau dafür braucht die Schülervertretung engagierte Menschen, die mitdenken, Verantwortung übernehmen und dranbleiben.

Wenn du also Lust hast, Schule nicht nur „mitzumachen“, sondern mitzugestalten, dann engagier dich in der SV. Du musst dafür nicht perfekt sein oder schon alles können. Wichtig ist, dass du bereit bist, dich einzubringen – im Team, mit deinen Stärken, mit deinen Ideen. Die SV-Fahrt hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Schülerinnen und Schüler gemeinsam anpacken.

Jetzt brauchen wir weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, damit aus Projekten Realität wird.