Wir sind praktisch bis Omsk gelaufen

Am Freitag, dem 19. Mai fand der Lauf für’s Leben statt: Mit Scharen von Läufern, mit Sonne nicht zu knapp, mit Tausenden von Runden, mit ungezählten Wasserflaschen und mit Geld, so viel verdienst du sonst nicht an einem Vormittag.

Aber der Reihe nach. Die Erkrankung unseres Schülers Mert aus der 12 hatte im letzten Herbst zu einer Welle der Solidarität geführt. Erst haben sich viele Mitglieder der Schule als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen; dann entschied die Schulkonferenz, dass der Erlös des diesjährigen Sponsorenlaufes zu einem großen Teil der Deutschen Stammzellenspenderdatei Ost des DRK zugute kommen sollte.

Herr Hempel hat wochenlang spannende und motivierende Artikel geschrieben: Es ging darin um innere Schweinehunde, um Trainingsrückstände und sogar ums Carbo-Loading: Wer da nicht mitlief, dem war nicht zu helfen. Und schließlich rief er selbst eine Challenge aus: Wer läuft schneller als Herr Hempel? Das ist mal ein Fachkonferenz-Vorsitzender, der den Job vorbildlich ausfüllt.

Dann war er da, der große Tag mit Scharen von Läufern, mit Sonne nicht zu knapp, … habe ich wohl schon gesagt. Und nun kommt Julie Franzke aus der 7c zu Wort, die den Spendenlauf von innen beschreibt:

Der Spendenlauf stand vor der Tür und an einem heißen Tag mit über 25 °C sollten Kinder für einen guten Zweck laufen und den Eltern das Geld aus der Tasche ziehen.
Dreieinhalb Stunden laufen: Super.
Ich glaube, jeder gab sein Bestes. Alle liefen, alle rannten für’s Leben, der Sportplatz war voll, und alle schwitzten. Es hat Spaß gemacht! Man konnte mit seinen Freunden quatschen, laufen, joggen, spazieren gehen oder einfach mal eine Pause machen.
Von allen Seiten wurdest du von deinen Freunden mit Wasser bespritzt und von deinen Klassenkameraden bejubelt, was dir noch einmal richtig Kraft gab. Dadurch hast du dich immer mehr angestrengt. Einmal wäre ich fast ertrunken, weil ein Freund mich zweimal mit Wasser übergossen hat.
Der Tag war super!

Dem ist ja wohl kaum etwas hinzuzufügen außer Zahlen und Bilder.

Zahlen:

Die Sieger der Doppeljahrgangsstufen 7/8, 9/10 und 11/12 waren: die 8a, die 10b und das Tutorium von Frau Paetz. Das Hurrageschrei war bis zum Falkenhagener See zu hören. Gratulation!

KlasseRundenKilometerSieger 
7a470188
8a591236,48a
9d527210,8
10b533213,210b
11 Paetz440176
12 Wald380,25152,111 Paetz

Die Klassen und Tutorien und Gäste und Lehrer erliefen zusammen 11377,25 Runden (wieso werden hier Viertelrunden gezählt?) und 4550,9 km. Das entspricht, wenn man Google Maps Glauben schenkt, ungefähr der Strecke Falkensee – Omsk, und zwar teilweise auf sibirischen Huckelpisten! Unglaublich!

 RundenKilometer 
Jahrgangsstufe 72129851,6
Jahrgangsstufe 82243897,2
Jahrgangsstufe 91807722,8
Jahrgangsstufe 102031812,4
Jahrgangsstufe 111387,5555
Jahrgangsstufe 121779,75711,9
Gäste/Lehrer568,75227,5
gesamt11377,254550,9

Und schließlich die Challenge. Herr Hempel hat die Zahlen selbst ausgewertet und deshalb glauben wir ihnen aufs Komma.

Challenge   
1Herr Melchert
1Kai Nowak
1Hannes Schröder
4Herr Hempel

Herr Melchert hat alle durch seinen exquisiten Laufstil und sein unbeschreiblich elegantes Basecap überzeugt; die beiden Jungs sind lange, schlaksige Kerls mit dem richtigen Verhältnis zwischen Beinlänge und Muskelmasse: Alle Achtung! Und Herr Hempel hat den Mund nicht zu voll genommen: Dies Ergebnis ist angesichts der zusätzlichen Belastung durch Organisation und Öffentlichkeitsarbeit absolut Spitze!

Bevor jetzt die Bilder kommen, der kurze Hinweis, dass die Gesamteinnahmen noch nicht beziffert werden können, weil das Geld meist langsamer eintröpfelt als die Kids gerannt sind. Aber das wird schon, und wir werden die stolze Zahl hier an dieser Stelle veröffentlichen!

(Und noch vielen Dank an alle, die ich in diesem Artikel vergessen habe, weil … da waren Scharen von Läufern, Sonne nicht zu knapp, Tausende von Runden … ich sagte es schon, glaube ich.)

Bilder:

(Schreiberling: Hartmut Riedel)