Ein nicht ganz normaler Tag beim PJT

Ja, klar. Das sind die Verrückten, die sich nach 3 bis 4 Unterrichtsblöcken an irgendwelchen Schrott-Traktoren abreagieren. Aber was passiert da eigentlich genau? Hier die Chronik eines nicht ganz normalen Arbeitstages beim Porsche-Junior-Team.

14.00 Uhr: Arbeitsbeginn. Wir brauchen Platz in der Garage. Wer fährt die Traktoren raus? Alle schreien „Ich“. Gut dass wir mehrere Traktoren haben, denke ich.

14.20 Uhr: Der Vermieter meldet sich: Die Garage wird abgerissen. Schnappatmung. Aber nicht der Teil, in dem ihr arbeitet. Ihr könnt bleiben. Die Atmung normalisiert sich. Ach ja, und auch im kommenden Jahr erhaltet ihr einen Sponsoring-Vertrag. Großer Jubel. Danke, liebe EMB.

14.45 Uhr: Um einen Radialdichtring auf eine Welle zu ziehen, benötigen wir ganz dünnes Blech, haben aber keins. Wir könnten eine Dose Cola kaufen und austrinken. Das Blech der Dose wäre ideal. Und wer soll die Cola trinken? Die Lösung liegt auf der Hand. Wir haben jetzt einen großen Vorrat an Dünnblech in unseremp1030266 Lager.

15.10 Uhr: Wir machen ein Jubel-Foto mit Traktoren. Warum? Wir haben einiges zu feiern. Am vergangenen Freitag wurde unser Team zum dritten Mal in Folge mit dem Qualitätssiegel „Klasse Unternehmen“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgezeichnet. Einen neuen Trecker haben wir auch gekauft. Mit Pflug und Egge. Da geht es im Frühjahr aufs Feld. Und dass unsere Garage nicht abgerissen wird und der Hauptsponsor uns auch im kommenden Jahr finanziell unterstützt, alles Gründe zum Feiern.

15.20 Uhr: Nun wird tatsächlich noch gearbeitet. Laurin, Taddäus und Alex stürzen sich mit Drahtbürsten auf ein Ungetüm, dass nur Eingeweihte als Torso eines Traktors erkennen. Rost, Dreck und alte Farbe müssen beseitigt werden. Flo kümmert sich um die Kotflügel, während mich die beiden Techniker Klaus und Winfred in die Geheimnisse verschlissener Kreuzgelenke einweihen.

16.05 Uhr: Telefonat mit Wirtschaftsminister Gerber. Er hatte unsere Schüler am Freitag im Rahmen der Auszeichnung kennen gelernt und findet unser Projekt so gut, dass er … (Mal sehen, etwas Spannung muss ja bleiben.)

16.50 Uhr: Aufräumen und Wasser holen. Alle fahren nochmal eine Runde Traktor. Spezialwaschpaste für die Hände, da geht alles ab.

17.00 Uhr: Feierabend

Übrigens haben wir noch Platz für einen weiteren Mitarbeiter. Interesse? Dann bitte bei Herrn Hildebrandt melden.