13.01.2026
Projektwoche

Erinnern für die Zukunft

In der Projektwoche gab es neben vielen kreativen, sportlichen und spielerischen Angeboten auch Projekte, die sich mit geschichtlichen Themen auseinandersetzten. Eines davon war das Projekt „Ein Labyrinth des Grauens“ unter der Leitung von Herrn Basler und Frau Passauer. Die SchülerInnen beschäftigten sich in dieser Woche intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus.

Ursprünglich war für Dienstag der Besuch des Geschichtsparks in Falkensee geplant. Leider war dieser aufgrund von Sturmschäden noch immer gesperrt. Kurzfristig wurde ein Besuch im Museum Falkensee organisiert. Dort setzten sich die SchülerInnen mit der Geschichte des Geschichtsparks auseinander, insbesondere mit seiner Vergangenheit als ehemaliges KZ-Außenlager.

Am Mittwoch führte die Gruppe eine ganztägige Exkursion zur Gedenkstätte Ravensbrück durch, dem ehemaligen Frauen-Konzentrationslager. Trotz der Tatsache, dass heute nur noch wenige Originalgebäude erhalten sind, vermittelte der italienische Guide Salvo in einer eindrucksvollen Führung über das Gelände einen beklemmenden Eindruck von der Geschichte dieses Ortes. Besonders schockierend und zugleich lehrreich für viele war die Erkenntnis, dass Frauen hier nicht nur Opfer, sondern auch Täterinnen waren. Der Besuch des Krematoriums hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den SchülerInnen. In anschließenden Gruppenarbeiten vertieften sie ihr Wissen zu Themen wie Ankunft im Lager, Formen des Widerstands oder Tätergruppen.

Donnerstag ging es bereits um 7:45 Uhr mit der Bahn nach Brandenburg an der Havel zur dortigen Euthanasie-Gedenkstätte. Nach einer sehr informativen Führung durch die Ausstellung und über das Gelände durch den Guide Max, arbeiteten die Gruppen zu den Rollen und Perspektiven von Opfern, Ärzten, Pflegekräften oder Schreibkräften während der sogenannten „Euthanasie“-Morde. Trotz der anspruchsvollen Textarbeit arbeiteten alle mit großem Engagement, was sich auch in den anschließenden Präsentationen der Ergebnisse zeigte. Doch es läuft nicht immer alles glatt. So gestaltete sich die Rückfahrt wegen ausgefallener Züge als äußerst schwierig und langwierig. Erst gegen 17 Uhr erreichte die Gruppe wieder Falkensee.

Am Freitag traf sich die Gruppe zum gemeinsamen Frühstück in der Schule und ließ die ereignisreichen Tage Revue passieren. Dabei wurden Eindrücke ausgetauscht und die Woche ausgewertet.

Viele SchülerInnen fanden den Besuch der Euthanasie-Gedenkstätte besonders eindrucksvoll, während der Museumsbesuch am Dienstag als eher weniger spannend wahrgenommen wurde. Einigkeit herrschte jedoch darüber, wie wichtig solche Besuche sind: „Alle sollten solche Orte mal gesehen haben“, so das Fazit der Gruppe. Es gehe darum, aus der Geschichte zu lernen und mitzuhelfen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen.

Das Interesse der SchülerInnen an den schwierigen und belastenden Themen war auch für die Lehrkräfte spürbar. So beschreibt Herr Basler, dass die SchülerInnen trotz der inhaltlichen Schwere stets konzentriert und engagiert gearbeitet haben. Trotz der Schwere des Themas konnte, vor allem auf den Hin- und Rückfahrten viel gelacht werden, was eine gute Arbeitsatmosphäre herstellte.