Rocca verändert die Welt

„Rocca verändert die Welt“ – ich würde den Film empfehlen, sagt Nele Günther und der Pädagogik-Kurs, mit dem sie den Film zusammen im Kino gesehen hat, ist derselben Meinung.

In dem Kinderfilm ,,Rocca verändert die Welt“ von der Regisseurin Katja Benrat, welcher am 14. März 2019 in Deutschland veröffentlicht wurde, geht es um ein Mädchen, welches sich mit den Themen Mobbing, Freundschaft, Obdachlosen und Ängsten beschäftigt. Rocca kommt kurz vor den Sommerferien auf eine neue Schule, da sie nun mit ihrer Oma in Hamburg wohnt. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und der Vater ist Astronaut, welcher sich gerade im Weltraum befindet. Sie lernt viele neue Freunde kennen. Nachdem ihre Oma in die Klinik muss, ist Rocca gezwungen eigenständig zu handeln. Sie stellt sich vielen Problemen und kämpft darum, dass auch ein kleines Kind die Welt verändern kann. Typische Elemente des Films sind die Freundschaft zwischen den Kindern, dass der Film einfach zu verstehen ist und dass es ein Happy End gibt. Dabei gibt es einen logischen Handlungsaufbau ohne Rückblenden. Die Charaktere tragen passende Kostüme zu ihren einzelnen Rollen und auch die Settings und Orte des Films sind gut angepasst und passend zur spielenden Handlung. Allerdings ist der Film nicht sehr glaubwürdig, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Mädchen mit 11 Jahren ein Flugzeug zum Landen bringt oder einem Mann dabei hilft, sein Auto selbständig einzuparken. Die Ästhetik des Films ,,Rocca verändert die Welt“ ist sehr gut. Die Kameraperspektive auf die einzelnen Personen und Orte sowie der Sound und die Musik des Films unterstützen seine Glaubwürdigkeit. Der Film weist außerdem viele Ähnlichkeiten mit ,,Pippi Langstrumpf“ auf, da beide Mädchen in einem sehr jungen Alter sind, alleine zu Hause wohnen, sich für das einsetzen, was sie wollen und sie ihre eigene Meinung vertreten.
Zudem hat der Film die Altersfreigabe ab 0 Jahre, was mich zu der Frage führt, ob diese gerechtfertigt ist. Ich kann sagen ja, da man die Handlung des Films gut versteht, es keine brutalen Szenen gibt und er sehr kindlich gestaltet wurde. Der Film ist außerdem sehr pädagogisch angelegt, da man dort einige erzieherische Elemente findet. Wie zum Beispiel Rocca, die indem Film die Hauptrolle spielt und laissez faire von ihren Vater erzogen wird und alles macht, was sie will und keine Grenzen und Regeln kennt. Was sie verdeutlicht, indem sie nicht auf ihre Lehrer hört und einfach aus der Schule rennt. Abgesehen davon werden ihre Freunde und Nachbarn demokratisch erzogen. Sie haben ein festgelegten Tagesablauf und müssen nach der Schule erst ihre Hausaufgaben erledigen, bevor sie spielen dürfen. Mir gefällt der Film sehr, da es spannend war, sie in ihrem Alltag zu beobachten und festzustellen, dass man eine andere Kindheit als Rocca hatte. Außerdem hat mir der Film sehr gefallen, weil Rocca sich für das Eichhörnchen „Klitschko“ eingesetzt hat, weil sie den Obdachlosen trotz der Vorurteile ihnen gegenüber geholfen hat und gezeigt hat, dass Handys nicht das Wichtigste im Leben sind und man die Menschen nicht auf ihr Äußeres beschränken sollte. Im Nachhinein kann man sagen, dass der Film ,,Rocca verändert die Welt“ sehr gut gelungen ist, vor allem weil er sich auf die Problemthemen der heutigen Zeit bezieht. Somit würde ich diesen Film allen empfehlen, die etwas über das Thema Mobbing, Obdachlose, Freundschaft und Schule in Erfahrung bringen wollen.
Nele Günther

Foto der Hauptdarstellerin: Wikipedia