Schulhandballweltmeisterschaft in Katar

Frau Reineck-Ulbrich in offizieller Mission bei den Schulweltmeisterschaften im Handball.
Im Rahmen des Wettbewerbes JtfO reiste Frau Reineck …

… mit den deutschen Mannschaften nach Doha. Wie das Turnier verlaufen ist, könnt ihr im folgenden Bericht nachlesen. Viel Spaß.

 

Vom 21.02 – 01.03.2018 fand die Schulweltmeisterschaft im Handball in DOHA/Katar  statt.  Diesen Wettbewerb gibt es alle zwei Jahre, immer in einem anderen Land. In diesem Jahr qualifizierten sich bei den Mädchen das Goethe-Gymnasium aus Dortmund und bei den Jungen das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin („Füchseschule“). Berechtigt zur Teilnahme sind die Sieger des Bundesfinales „Jugend trainiert für Olympia (JtfO). In diesem Jahr nahmen 18 Nationen aus aller Welt teil. Alle Mannschaften wohnten in einem riesigen Hotel im Zentrum von Doha. Dort herrschte eine Atmosphäre wie im „Olympischen Dorf“. Es wurde zusammen gegessen, mit Jeeps durch die Wüste gefahren, ein Länderprogramm veranstaltet und vor allem gegeneinander Handball gespielt. Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen gab es 18 Mannschaften, zwei Gruppen a´4 und zwei a´5 Mannschaften. Die deutschen Teams spielten jeweils in einer 5-er Gruppe, so dass beide vier Spiele in der Vorrunde bestreiten durften. Die Dortmunderinnen gewannen ihre Spiele gegen Israel, Rumänien, Bulgarien und die Türkei und wurden dabei von ca. 30 mitreisenden Fans (überwiegend Eltern und Großeltern) lautstark unterstützt. Sie spielten schnell und kombinationsstark. Man merkte, dass sie auch als Vereinsmannschaft regelmäßig miteinander trainieren. Genauso wie die Berliner, sie konnten ihre Vorrundenspiele gegen Israel, Georgien, Rumänien und Tschechien problemlos gewinnen. Nach der Vorrunde waren nur vier Mannschaften ungeschlagen. Bei den Mädchen Deutschland und Ungarn, bei den Jungen Deutschland und Österreich. Diese Mannschaften galten von nun an als Favoriten und sollten auch am Ende im Finale stehen. Vorher mussten aber noch die Viertel- und Halbfinals gewonnen werden. Beiden Teams gelang dies relativ problemlos. Die Girls besiegten Österreich und Brasilien, die Boys Brasilien und Polen. Für eine deutsche Mädchenmannschaft war es bis dato der größte Erfolg. Die „Füchseschule“ hatte bereits eine Gold- Silber- und Bronzemedaille mit nach Berlin genommen.  Am Abend vor den Finals wurden die Gegner per Video noch einmal intensiv studiert. In den Reihen der Ungarinnen befinden sich zwei junge Frauen (Jahrgang 2000), die bereits Champions league Erfahrung haben und die meisten anderen spielen bereits in Frauenmannschaften höherer Ligen. Das zeigte sich dann auch im Endspiel. Die deutschen Mädchen spielten eingeschüchtert und hatten keine Chance gegen die überragend aufspielenden Ungarinnen. Eine deutliche Niederlage 17:31 bescherte den Mädels jedoch die Silbermedaille. Ein toller Erfolg für den deutschen Frauenhandball.  Nach der Niederlage, die schnell verdaut schien, hieß es, die deutschen Jungen anzufeuern. Der Gegner hieß Österreich. Das Austriateam besteht aus acht aktuellen Nationalspielern des Jahrgangs 2000. Unsere Jungs waren mit das jüngste Team. In unseren Reihen befanden sich mehr 2001er und 2002er als 2000er. Das machte sich auf den ersten Blick auch bemerkbar. Die Ösis hatten an Masse und Zentimetern mehr zu bieten als die Deutschen. In diesem Spiel hieß es nun, gegen eine massive 6:0 teilweise 5:1 Deckung mit schnellem Spiel über die Außen zu agieren. Ebenso mussten die starken österreichischen Angriffsspieler durch ein offensive 3:3 Deckung in Schach gehalten werden. Beide Mannschaften spielten ein hochklassiges Finale. Unsere Jungs schafften über eine kräfteraubende  Abwehrarbeit und diszipliniertes Angriffsverhalten, acht Minuten vor Schluss mit vier Treffern zu führen. Nur  14 Gegentore in 42 Minuten. Es sah nach einem Sieg unserer Jungs aus. Doch die Österreicher machten weiterhin die Mitte dicht, so dass es weiterhin über die Außen gehen musste. Es kam zu sieben Torwürfen von außen, von denen keiner verwandelt werden konnte. Die Kräfte waren dahin… Am Ende der regulären Spielzeit stand es 18:18 Unentschieden. Es kam zu einem Shootout, das die Ösis bereits nach drei Penaltys gewonnen hatten.  Aber VIZEWELTMEISTER klingt auch gut und wie heißt das olympische Motto: DABEI SEIN IST ALLES!

Die beiden deutschen Teams mit ihren Trainern, Lehrern und Betreuern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daniela Reineck