Spendensammelaktion Taifunopfer brachte 368,28 Euro ein!

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Delegation aus der Kantschule im Rathaus.

Letzte Woche hatten sich Schüler und Lehrer der Fachbereiche LER und Religion spontan dazu entschlossen, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen, um den zahlreichen Opfern des Taifuns auf den Philippinen zu helfen. Bei so viel Elend kann man nicht einfach über Ethik und Moral reden, dachten sich die Initiatoren, sondern da muss man was tun.

So wurden im LER-Kurs der Klasse 7d eine Sammelbox und Plakate gebastelt und schnell ein Stand für die Hofpause erstellt. Als die erste Pause begann, war der Stand fertig und die Aktion konnte beginnen. Von ein paar Cent bis zu 10 oder 20 Euro, alles war willkommen, Hauptsache man zeigt Teilnahme und guten Willen. Wie bereitwillig die Kantschüler und Lehrer an der solidarischen Aktion mitwirkten, zeigte sich darin, dass an diesem ersten Tag ca. 100 Euro gesammelt wurden.

Am Mittwoch wurden in allen Pausen frisch gemachte Waffeln verkauft. Auch diese Einnahmen kommen der Hilfsaktion zugute.

Am Donnerstag schließlich stand ein Besuch bei Bürgermeister an. Man wollte von Seiten der Schule die Aktion auf diese Weise öffentlich machen, um vielleicht ihre Breitenwirkung zu vergrößern. Bürgermeister Müller empfing die Delegation aus der Kantschule in seinem Arbeitsraum und nahm sich Zeit für eine anregende Unterhaltung über den Wert von sozialem Engagement von jungen Menschen. Die Aktion fand seine volle Zustimmung und Unterstützung. Als er am Ende seine Spende in die Spendebox steckte, merkte er an, dass diese Spende nicht vom Haus (vom Amt) sei sondern von ihm persönlich als Privatmann. Als Bürgermeister könne er nicht einfach über öffentliche Gelder verfügen und diese spenden, selbst nicht in so einem Fall wie der Katastrophe auf den Philippinen.

In der Tat: Das Spenden ist etwas Persönliches. Es setzt eine eigene, persönliche Entscheidung voraus. Sicher kann man nicht überall und jederzeit helfen. Aber ab und an sollte man sich doch in unserem Land daran erinnern, dass es andern viel schlechter geht als uns. Und dass aus unserem Vorteil auch eine Verpflichtung anderen, Not leidenden Menschen gegenüber erwächst. Auch um uns daran zu erinnern, sind solche Aktionen hilfreich.

Wir danken den Initiatoren der Aktion und den Spendern für ihren jeweiligen Beitrag. An der Aktion beteiligt waren Schüler der 7. bis 11. Jahrgangsstufe.

Ein weiterer Artikel aus der MAZ zu der Aktion.