WIEDERBELEBUNG RETTET LEBEN – EIN WICHTIGES PROJEKT FÜR JUNGE MENSCHEN

In Notfallsituationen zählt jede Sekunde. Besonders bei einem plötzlichen Kreislaufstillstand kann schnelles und richtiges Handeln über Leben und Tod entscheiden. Genau aus diesem Grund wurde am 6. Januar 2026 an der Kantschule ein besonderes Projekt zur Wiederbelebung durchgeführt.
Der Anlass war hochaktuell und emotional: Vor kurzer Zeit musste ein Lehrer der Schule reanimiert werden. Dieses Ereignis hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass möglichst viele Menschen wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Das Projekt sollte Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, in einer solchen Situation sicher und ohne Angst handeln zu können.
Zu Beginn wurden die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung vermittelt. Dazu gehören Prüfen, Rufen und Drücken. Zunächst wird überprüft, ob die betroffene Person bei Bewusstsein ist und normal atmet. Ist dies nicht der Fall, wird der Notruf 112 gewählt. Wenn möglich, sollten weitere Anwesende beauftragt werden, Hilfe zu holen oder einen automatisierten externen Defibrillator (AED) zu bringen.

Anschließend beginnt die Herzdruckmassage. Die Hände werden mittig auf dem Brustkorb platziert, die Arme bleiben gestreckt und es wird senkrecht nach unten gedrückt. Die empfohlene Drucktiefe liegt bei 5–6 cm, bei einer Frequenz von 100–120 Druckbewegungen pro Minute. Nach jedem Druck muss der Brustkorb vollständig entlastet werden.
PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN: DIE GRUNDLAGEN DER WIEDERBELEBUNG
Ergänzend kann eine Beatmung im Verhältnis 30:2 durchgeführt werden. Alternativ ist auch eine durchgehende Herzdruckmassage möglich, wenn man sich unsicher fühlt.
Wird ein AED eingesetzt, folgt man den Anweisungen des Geräts. Die Elektroden werden auf die nackte Brust geklebt, der Patient wird während der Analyse nicht berührt und ein empfohlener Schock wird ausgelöst. Danach wird sofort mit der Herzdruckmassage fortgefahren.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war der praktische Teil. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, einen simulierten Notruf bei der 112 durchzuführen. Dabei wurde geübt, wie ein Notruf abläuft, welche Informationen wichtig sind und warum man das Gespräch nicht vorzeitig beenden sollte.
Zusätzlich konnten die Teilnehmenden die Wiederbelebung an realistischen Übungspuppen üben. Dadurch wurde vermittelt, wie sich die richtige Drucktiefe anfühlt und wie wichtig ein gleichmäßiger Rhythmus ist. Diese Übungen trugen dazu bei, Sicherheit im Umgang mit Notfallsituationen zu gewinnen.
Ziel des Projekts war es, das Wissen über Wiederbelebung zu vermitteln und die Bereitschaft zur Hilfeleistung zu stärken. Durch theoretische Informationen und praktische Übungen konnten die Schülerinnen und Schüler lernen, in Notfallsituationen angemessen zu reagieren.
Die zentrale Botschaft lautet: Jede Hilfe zählt. Wer weiß, wie Wiederbelebung funktioniert, kann im Ernstfall Leben retten
SK Journalismus (Gayko)
