Syrientag an der Kantschule

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Die ARD Story „Wie Syrien stirbt“ bildete den Einstieg ins Projekt. © WDR/Pelda

Die Klassen 10B und 10C haben am letzten Mittwoch einen besonderen PB/LER-Unterricht genossen. Sie haben sich einen ganzen Tag lang mit einem einzigen Thema befasst, und zwar mit dem Bürgerkrieg in Syrien. Es ging bei diesem Projekttag darum, dass die Schüler an einem Beispiel erfahren, wie ein Krieg entsteht, welche Auswirkungen er für die Menschen hat und wie wir, als Außenstehende, damit umgehen.

Silas Zimmermann aus der 10B hatte den Auftrag, so etwas wie ein Chronik des Tages zu erstellen. Hier ist sie:

1. Den Einstieg machte die ARD Dokumentation „Wie Syrien stirb“. Diese Doku zeigte am Beispiel eines jungen Lehrers, der ein Jahr lang von einem Kameramann begleitet wurde, wie sich die Lage in Syrien von den anfänglichen Protesten bis zu der Eskalation der Gewalt im Bürgerkrieg verschlimmerte. Mich bewegte dieser Film sehr, weil er sehr gut zeigte, wie die wirkliche Lage in Syrien ist.

2. Nach dem Film wurden die beiden Klassen in Gruppen aufgeteilt, die zu bestimmten Aspekten des Landes bzw. des Bürgerkrieges recherchieren sollten, um dann ihre Ergebnisse den anderen vorzutragen. Es ging um Themen wie: geografische Lage Syriens, Sehenswürdigkeiten, ethnische und religiöse Gruppen, politisches System in Syrien, die Familie Assad usw. Die Recherchen wurden im Internet (Handy, Mediathek, PC-Raum) getätigt. Danach trugen die Gruppen ihre Ergebnisse vor. Es kam eine ganze Menge an Information zusammen, sodass uns Schülern ein vorher unbekanntes Land nun viel vertrauter wurde. Die Schüler haben auch gut mitgearbeitet.

3. Im letzten Teil hörten wir einen Vortrag von Dr. Faki, einem syrischen Arzt aus Falkensee, der sich als Arzt auch persönlich für seine Landsleute einsetzt. Er berichtete von seiner letzten abenteuerlichen Reise in seinen Heimatort im Norden von Syrien. Mit seiner Tochter zusammen brachten sie von der Türkei aus Medikamente zu den notleidenden Menschen in Syrien. Herr Faki verstand es mit seiner sehr sympathischen Art zu erzählen, uns für seine Geschichte zu interessieren und uns ein Bild von der aktuellen Lage in Syrien zu vermitteln. Da er wieder nach Syrien fahren will, um zu helfen, hat er zum Spenden aufgerufen (s. unten). Am Schluss bedankten sich die Organisatoren der Veranstaltung, Frau Reineck-Ulbrich und Frau Guist bei Herrn Faki und übergaben ihm eine Spendensammlung der Schule, die vorher über eine Sammelaktion und den Waffelverkauf zusammengekommen war.

Ich glaube, dass der heutige Tag den Schülern was gebracht hat. Wie Dr. Faki in seinem Vortrag sagte, kann man angesichts der Vorkommnisse in Syrien nur froh sein, in einem Land mit Demokratie und Frieden zu leben. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass es anderen schlechter geht und auch helfen, wo man kann.

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Spenden werden erbeten: Förderverein f. bedrohte Völker, Kontonr. 7400201, Postbank BLZ 20010020 „Hilfe für Nordsyrien“